00.50 Uhr, BSW weiter bei 5,0%
Vergleicht man die CDU (losgelöst von der CSU) und die AfD miteinander, dann liegt die CDU im Moment nur 0,9% vorn. Nach 274 ausgezählten Wahlkreisen verharrt die BSW bei 5,0%. Die unabwählbaren SPD-Sozis sind stabil bei 16,5%. Die SPD verliert die Wahl krachend und bleibt trotzdem in der Regierung.
Machen wir Schluss. Den Rest des deutschen Wahldebakels schauen wir uns in der Früh an.
00.40 Uhr, BSW bei 5,0%.
Nach ausgezählten 266 von 299 Wahlkreisen ist das langsam nicht mehr zu fassen. Die Linken stehen mittlerweile bei 8,9%. Die Realität rückt näher: Rot-Grün bleibt an der Macht.
00.15 Uhr, BSW wieder etwas besser.
Jetzt ist der Wert der BSW wieder mit drei Nachkommastellen zu sehen: 4,960%. Ich hätte nie gedacht, dass ich in der Wahlnacht so gebannt auf die BSW blicken muss. Die Sprünge bei den Prozentsätzen mancher Parteien sind nicht ganz nachvollziehbar. Aber, es wird schon passen. Wenn man ein wenig die einzelnen Wahlkreise anschaut, dann erfahren wir, dass Habeck und auch Baerbock ihre Wahlkreise nicht gewinnen konnten. Auch der Ex-Chef des Bundesamtes für Verfassungsschutz, Thomas Haldenwang, hat es für die CDU in seinem Wahlkreis nicht geschafft. Komisch, dass ich das nicht bedauerlich finde. Friedrich Merz hat seinen Wahlkreis im Hochsauerland deutlich gewonnen. Weidel hat verloren. Jens Spahn hat deutlich gewonnen. Grünen-Chefin Franziska Brantner hatte in Heidelberg das Nachsehen. CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann hat es mit Abstand geschafft. „Mit Abstand“ ist in dem Zusammenhang wichtig, denn wir hatten ja über das neue Wahlrecht gesprochen.
Der Shooting-Star der Linken, Heidi Reichinnek, ist zwar medial in aller Munde, gewonnen hat sie ihr Direktmandat in Osnabrück aber dennoch nicht. Ricarda Lang hat ihren Wahlkreis Backnang-Schwäbisch Gmünd nicht gewinnen können, wird über die Liste aber im Bundestag bleiben. Gregor Gysi hat den Wahlkreis Treptow-Köpenick gewonnen.

00.00 Uhr, BSW wieder etwas schlechter.
Nach 234 von 299 ausgezählten Wahlkreisen steht die BSW jetzt bei 4,9%, wobei auf der Web-Seite der Bundeswahlleiterin seltsamerweise auf die so wichtige zweite Kommastelle verzichtet wird. Man könnte mutmaßen, dass sich die BSW von der 5%-Hürde wieder etwas weiter wegbewegt haben könnte.
Inzwischen wissen wir auch, dass wir den SPD-Fraktionsvorsitzenden Rolf Mützenich in den Ruhestand verabschieden können. Die SPD will den totalen Neuanfang und dies mit den alten und neuen Vorsitzenden Lars Klingbeil und Saskia Esken. Ich hatte Lars Klingbeil genau dieses Szenario auf seine Timeline auf X geschrieben. Ich hatte es vorausgesehen.
Warum sollte sich jetzt aber Saskia Esken im Amt halten dürfen? Bei dieser Personalie ist noch nicht aller Tage am Abend. Esken war eine glühende Unterstützerin von Olaf Scholz. Ihre Tage sind gezählt.
23.10 Uhr, BSW scheint reinzukommen
Besser als alle im Fernsehen eingeblendeten Zahlen zeigt uns das Internet, wo wir stehen. Und hier werden die Nachkommastellen wichtig. Dumm nur, dass die BSW als Zünglein an der Waage bei den „Sonstigen“ untergeht. Unter dem Diagramm gibt es aber dann die genauen Prozentzahlen – mit Kommastellen. Und die sind wichtig. Vor zehn Minuten waren noch 154 Wahlkreise ausgezählt, und die BSW lag bei 4,955%. Gerade im Moment sind 11 Wahlkreise dazugekommen. Die BSW steht exakt bei 5,0%. Der Trend geht somit nach oben. Das bedeutet, dass die BSW im Bundestag vertreten sein könnte.
Dies wäre natürlich eine Katastrophenmeldung für CDU/CSU. Denn dann bräuchte die Union neben der SPD einen dritten Koalitionspartner. Und dies können rein rechnerisch nur die Grünen sein. Die Grünen aber werden von der CSU komplett abgelehnt, was ich wiederum richtig finde. Was nun, Herr Merz?
Auf die nächsten Wochen darf man gespannt sein. FDP-Vorsitzender Christian Lindner hat bereits sein Ausscheiden aus der Politik angekündigt. Einzig positiver Effekt ist wohl, dass wir den Bundeskanzler Scholz nicht mehr so oft sehen müssen. Leider hat er sich auf der Landesliste auf Platz 1 setzen lassen. Im Bundestag bleibt er somit.
Wenigstens sinken die Grünen immer weiter und stehen jetzt schon unter 11%. Und während ich schreibe, verändert sich der Prozentsatz bei der BSW auf 4,993%. Wenn wir morgen früh aufwachen, könnte es passiert sein.
Ich bin von diesem Wahlabend und damit von der deutschen Wählerschaft auf das Äußerste enttäuscht. Ich sehe kein Votum für eine Politikwende, stattdessen aber einen fulminanten Drift nach Links. Insgesamt gibt es eine „ruhig-weiter so“-Stimmung. Das ist eine Katastrophe für unser Land. Die Hamburg-Wahl nächste Woche wird diesen Zustand verdeutlichen.
22.48 Uhr, Was wird aus der BSW

Grüne unter 11%. Das würde mir gefallen.
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